Ein kleines Gartenparadies liegt zwischen dem Fähranleger in Kladow und dem Sacrower Schlosspark. Die Tore zum Landhausgarten Dr. Max Fränkel, einem ehemaligen Privatgarten, der jetzt dem Bezirk Spandau gehört, waren jedoch für die Öffentlichkeit lange Zeit verschlossen. An Pfingsten 2007 wurde ein Sommercafé eröffnet, das an den Wochenenden für offene Tore zum Fränkelgarten sorgt.
Das Gartendenkmal in einer Naturlandschaft, die zu den schönsten Berlins zählt, wurde 1925 bis 1933 von Erwin Barth geschaffen. Als Stadtgartendirektor in Charlottenburg und Berlin ließ er die blühenden Stadtplätze Savignyplatz, Klausener Platz, Brixplatz und andere anlegen. Der Garten für den Bankdirektor Dr. Max Fränkel ist eine seiner letzten Arbeiten. Er schuf einen Schmuckgarten mit Mauern und Treppen aus Natursteinen, Teichen, einem Teehaus und vielen blühenden Stauden. Dazu gibt es einen Nutzgarten und Wirtschaftsgebäude wie altes Kutscherhaus, Pferdestall, Garage und Geflügelhaus. Von der breiten Uferlinie blickt man hinüber zur Pfaueninsel.
Das Sommercafé, das an den Wochenenden von Mai bis September Frühstück, Kaffee und Kuchen anbietet, wird von den Garten- und Landschaftsplanerinnen Petra Derksen und Annette Müller geführt. Ihr Ziel war es, einen Ort der Ruhe und Entspannung zu schaffen, wo die Gäste ungezwungen ins Gespräch kommen können. Auf Nachfrage bieten sie auch Führungen durch die historische Anlage an. Wie bisher werden im Garten Fränkel die Veranstaltungen des Kladower Forums stattfinden, durch die das Gelände auch als Kladower Kulturgarten bekannt wurde. Ergänzend sind kleine Ausstellungen, Lesungen, ein Pflanzenmarkt sowie ein Angebot an Gartenliteratur, Pflanzen und Garten Accessoires geplant.