Seit 2003 ist Hakenfelde einer von neun Ortsteilen des Bezirks Spandau. Er liegt im Nordwesten des Bezirks und grenzt im Süden und Südwesten (Radelandstraße – Hohenzollernring – Neuendorfer Straße) an die Spandauer Ortsteile Falkenhagener Feld und Spandau (Neustadt). Im Osten (einschließlich Eiswerder) wird er durch die Havel vom Ortsteil Haselhorst und den Bezirk Reinickendorf begrenzt. Im Norden und Westen verläuft seine Grenze mit der Berliner Stadtgrenze.
Hakenfelde ist über mehrere Buslinien an den Bahnhof Spandau angebunden. Als Hauptverkehrsstraßen durch Hakenfelde führen vom Falkenseer Platz die Schönwalder Straße/-Allee nach Schönwalde und die Neuendorfer- und Streitstraße sowie Niederneuendorfer Allee nach Hennigsdorf. Auch im 21. Jahrhundert noch zu erleben: Eine Autofähre pendelt am Aalemannufer zwischen Hakenfelde und Tegelort. Eine Personenfähre verbindet die Anlegestellen Hakenfelde und Havelspitze mit Tegelort, Valentinswerder, Maienwerder und Saatwinkel.
Nahezu zwei Drittel des Ortsteils Hakenfelde macht der Spandauer Forst aus, mit Wildgehege, weitläufigen Spazier- und Radwegen ein viel besuchtes Naherholungsgebiet. Mit seinen beiden Forstrevieren Hakenfelde und Radeland reicht er vom Westufer der Havel bis zum Stadtrand im Norden und Westen. Die Naturschutzgebiete Teufelsbruch, Großer und Kleiner Rohrpfuhl, die Kuhlake mit den Versickerungsteichen und die breiten, offenen Wiesen (im Nordwesten) machen den Spandauer Forst zu einem der schönsten Berliner Waldgebiete. Von 120 der in Berlin vorkommenden Vogelarten leben hier etwa 90, und machen ihn zu einem bedeutenden Vogelschutzgebiet.
Im nordwestlichsten Zipfel von Hakenfelde liegt der „Eiskeller“. Heute gibt es dort eine Wettermessstation, die oft die niedrigsten Berliner Temperaturen vermeldet.
In den Jahren 1907 bis 1910 wurde am Rande des Spandauer Forst das Evangelische Johannesstift errichtet. Bereits 1858 von Johann Hinrich Wichern gegründet feierte die „Stadt in der Stadt“ 2008 den 150. Gründungstag des Stiftes. Mit Kirche und Krankenhaus, Pflegewohnen und Werkstätten, Jugend-, Alten- und Behindertenhilfe, aber auch mit Gärtnerei, Hotel und vielem mehr ist das Evangelische Johannesstift heute einer der größten Arbeitgeber Spandaus und wirkt weit über das Territorium hinaus.
Eine weitere Attraktion des Ortsteils ist der „Schützenhof“ mit dem gleichnamigen Restaurant, 1912 gebaut. Er ersetzte das vorherige Haus von 1703, das an der Neuendorfer Straße lag und an das die dortige Schützenstraße noch erinnert. Das Haus gehört der Schützengilde zu Spandau Korp. 1334, die zu den ältesten Schützenvereinen Deutschlands zählt.
Ende des 20. Jahrhunderts entstanden am Westufer der Havel mehrere Quartiere, die zusammen mit Gebieten im Ortsteil Haselhorst am Ostufer die Wasserstadt Oberhavel mit 12.000 neuen Wohnungen bilden.
Schon um die Jahrhundertwende erfreute sich die nördlich davon gelegene so genannte Bürgerablage als Badeanstalt großer Beliebtheit. Lange Zeit unmittelbar an der Berliner Mauer gelegen ist der Zuspruch der Badegäste bis heute ungetrübt.